Anatomie
Die
Evolution der Giftzähne
begann im hinternen Bereich des Kiefers. Noch heute läßt sich im
Embryoanalstadium von Giftschlangen die "Wanderung" des
Zahnes vom
hinteren Bereiches des Kiefers, nach vorne belegen.
Lange Zeit galten die Trugnattern (Boiginae) als eigentständige taxonomische Gruppe, da sie wie Vipern und Giftnattern eine morphologische Besonderheit des Gebisses aufwiesen.
Die verlängerten Zähne im hinteren Bereich des Gebisses, wiesen einige Gattungen, wie z.b. Ahaetulla, Dispholidus oder auch Boiga auf.
Neuere phylogenetische Untersuchungen zeigten aber, dass es innerhalb dieser Gruppe keine verwandtschaftlichen Beziehungen gibt und lediglich die verlängerten Zähne, ein gemeinsames Merkmal bildeten. Vielmehr stellte sich heraus, das manche Gattungen verwandtschaftlich näher zu Giftnattern stehen, als zu anderen Nattern (Colubridae).
Aber auch
morphologisch sind diese verlängerten Zähne nicht immer gleich. Von
Dispholidus typus oder Macropisthodon
flaviceps ist bekannt, dass diese
Nattern über ähnlich verstellbare Zähne verfügen, wie Vipern.Lange Zeit galten die Trugnattern (Boiginae) als eigentständige taxonomische Gruppe, da sie wie Vipern und Giftnattern eine morphologische Besonderheit des Gebisses aufwiesen.
Die verlängerten Zähne im hinteren Bereich des Gebisses, wiesen einige Gattungen, wie z.b. Ahaetulla, Dispholidus oder auch Boiga auf.
Neuere phylogenetische Untersuchungen zeigten aber, dass es innerhalb dieser Gruppe keine verwandtschaftlichen Beziehungen gibt und lediglich die verlängerten Zähne, ein gemeinsames Merkmal bildeten. Vielmehr stellte sich heraus, das manche Gattungen verwandtschaftlich näher zu Giftnattern stehen, als zu anderen Nattern (Colubridae).
Die Lage der Zähne kann im Kiefer variieren.Strukturell sind sie wie die Zähne von Giftnattern aufgebaut. Es handelt sich um gefurchte Zähne, die einen mehr oder weniger geschlossene Kanal aufweisen.
Lange Zeit glaubte man das Nattern keine Giftdrüsen besitzen. Auch wurden Vergiftungen oder Schwellungen, nach Bissen einem "toxischen Speichel" zugerechnet, oder allergischen Reaktionen
Diese Ansichten wurden aber anhand neuerer Forschungen widerlegt. Auch Colubridae können Giftdrüsen besitzen, die homolog zu denen von Giftnattern oder Vipern sind und auch ähnliche Gifte produzieren. (z.b. alpha Toxine )
Ausnahmen bilden hier die Boomslang, Lianennatter und Vogelnatter, welche extrem starke Hämotoxine produzieren.
Aber auch aglyphe Nattern können Giftdrüsen besitzen und sind in der Lage, Toxine zu produzieren.
Die Giftdrüsen können in einigen Fällen größer ausgebildet sein, als bei Giftnattern (Elapidae).
Das Gift wird meist durch kauende Bewegungen (uni oder bilaterale Bewegungen der Maxilla) in das Opfer injiziert, da den meisten Nattern ein geeigneter Muskel oder ein Hochdruck System fehlt, welches das Gift wirksam injiziert.
Drüsen

schematische
Lage der Duvernoyschen Drüsen | F.Dirks

Telescopus
dhara | Dr.
Bryan Grieg Fry
Es
gibt aber nur wenige Arten an opistoglyphen Schlangen, die dem Menschen
gefährlich werden können, da die Bissdauer und die Stellung der Zähne
entscheidend, für eine Vergiftung sind.
Zähne(Beispiele)
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Referenzen
Alexandra Deufel & David Cundall,Functional plasticity of the venom delivery system in snakes with a focus on the poststrike prey release behavior,Zoologischer Anzeiger - A Journal of Comparative Zoology
Volume 245, Issues 3-4, 24 November 2006, Pages 249-267
Vonk, F.J., Admiraal, J.F., Jackson, K., Reshef, R., de Bakker, M.A.G., Vanderschoot, K., van den Berge, I., van Atten, M., Burgerhout, E., Beck, A., Mirtschin, P.J., Kochva, E., Witte, F., Fry, B.G., Woods, A. & Richardson, M.K. Evolutionary origin and development of snake fangs. Nature 454, 630-633 (2008)
Fry, B.G., Vidal, N., Norman, J.A., Vonk, F.J., Scheib, H., Ramjan, S.F., Kuruppu, S., Fung, K., Hedges, S.B., Richardson, M.K., Hodgson, W.C., Ignjatovic, V., Summerhayes, V. & Kochva, E. Early evolution of the venom system in lizards and snakes. Nature 439, 584-588. (2006)










